Asse für alle Zeiten radioaktiv verseucht

Veröffentlicht am 02.10.2009 in Landespolitik
 

„Wir sehen auch durch diesen Zeugen bestätigt, dass die Asse von Anfang an weder als Forschungsstandort noch als Endlager geeignet war“, stellt Detlef Tanke, Obmann der SPD im parlamentarischen Untersuchungsausschuss fest. Hintergrund ist die heutige Vernehmung des Zeugen Dieter Rittscher. Er war bis Ende der Einlagerung zum 31.12.1978 für einen großen Teil des verbrachten Atommülls verantwortlich.

„7000 Gebinde tragen seine Unterschrift“, so Tanke. „Herr Rittscher ist ein ausgemachter Kenner der Materie, daher erstaunt umso mehr, dass er von der mangelnden Standsicherheit und den massiven Laugenzuflüssen trotz zahlreicher mit anderen Fachleuten geführten Gesprächen nichts gehört haben will.“

Der von dem Zeugen bestätigte „Müll-Stau“ kurz vor Einlagerungsstopp 1978 macht offenkundig, dass es im Wesentlichen um die schnelle und billige Beseitigung von Atommüll ging. „Demnach sollte noch kurz vor Toresschluss alles in der Asse verschwinden, was noch untergebracht werden konnte“, schließt Tanke daraus.

Der Zeuge Rittscher teilt die Befürchtung, dass nur mit enormem Zeit- und Finanzaufwand der Atommüll aus der Asse wieder herausgeholt werden könne. Zugleich stellte er fest, dass das Bergwerk dennoch für alle Zeiten radioaktiv kontaminiert bleibe.

 

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