Kinder sind keine Menschen zweiten Ranges - Über den schwarzen Schatten in Kinderrechtsfragen springen

Veröffentlicht am 19.11.2009 in Aus den Arbeitsgemeinschaften
 

Zum 20. Jahrestag der Verabschiedung der UN-Kinderrechtskonvention erklärt die Bundesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft für Bildung (AfB), Dr. Eva-Maria Stange:
Vor 20 Jahren hat Deutschland die UN-Kinderrechtskonvention ratifiziert und immer noch stehen die Kinderrechte nicht explizit in unserer Verfassung. Während jetzt die Kultur und die deutsche Sprache ins Grundgesetz Einzug halten, sind die Kinderrechte der Schwarz-Gelben Koalition nicht so viel wert. Anders lässt es sich nicht erklären, dass alle Initiativen für die Aufnahme der Kinderrechte ins Grundgesetz immer wieder blockiert wurden.
Längst überfällig ist, dass endlich die ausländerrechtlichen

Vorbehalte der Bundesregierung von 1992 zurückgenommen werden. Die Union muss dies nun schnellstens in Angriff nehmen. Kinder gerade aus Krisenregionen dürfen nicht von Bildung in Deutschland ausgeschlossen werden.

Wir brauchen die Kinderrechte im Grundgesetz, denn Kinder sind keine Menschen zweiten Ranges. Ihre Rechte müssen eigenständig einklagbar sein, ihre Beteiligung zum Beispiel an wichtigen kommunalen Entscheidungen wie Städtebau, Schulhausbau. Kultureinrichtungen ist überfällig. Die Regierung sollte endlich über ihren schwarzen Schatten in Kinderrechtsfragen springen.

 

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