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Peter Debring erhält Willy-Brandt-Medaille!

Veröffentlicht am 18.02.2022 in AG60plus
 

Peter Debring

Mit der Willy-Brandt-Medaille ehrt die SPD- Mitglieder, die sich um die Sozialdemokratie in besonderer Weise verdient gemacht haben. Sie ist eine Auszeichnung, die nur sehr selten vergeben wird.

„Mitglieder, die diese Auszeichnung erhalten, leben die Grundwerte der SPD. Freiheit, Gerechtigkeit und Solidarität sind Werte, nach denen der Genosse Peter Debring lebt und handelt“, so der Heppenser Ortsvereinsvorsitzende Volker Block.

Die „Freiheit“

Am 07.Dezember 1970 besuchte Willy Brandt die Hauptstadt der damaligen Volksrepublik Polen. Am Ehrenmal für die Toten des Warschauer Ghettos legte Brandt einen Kranz nieder. Unerwartet sank Willy Brandt vor dem Denkmal auf die Knie und bat somit um Vergebung für die deutschen Verbrechen des Zweiten Weltkriegs.

Der junge Peter Debring war von dieser Geste dermaßen beeindruckt, dass er sich anschließend die Freiheit nahm, Mitglied der SPD zu werden. Freiheit bedeutet als sozialdemokratischer Grundwert

die Möglichkeit, selbstbestimmt zu leben. Frei zu sein von entwürdigenden Abhängigkeiten, von Not und von Furcht, und er muss die Chance haben, seine Fähigkeiten zu entfalten und in Gesellschaft und Politik verantwortlich mitzuwirken.

Die „Gerechtigkeit“

In den folgenden Jahren engagierte sich Peter Debring innerhalb der Partei in verschiedenen Vorstandsämtern, aber auch als Ratsherr für die Stadt Wilhelmshaven. Als Ratsherr setzte er sich in der damaligen Mehrheitsgruppe mit seinem juristischen Fachverstand u.a. für ein angemessenes Tarifsystem im damaligen Reinhard-Nieter Krankenhaus ein. Der sozialdemokratische Grundwert der Gerechtigkeit fordert gleiche Teilhabe an Arbeit und damit auch gleicher Lohn für gleiche Arbeit. Das RNK hatte damals viele der Beschäftigten für die gleiche Arbeit ungleich bezahlt.

„Peter ist stets ein Mitglied gewesen, das sagt, was ist und sich stets die Freiheit nahm, auch unangenehme Themen anzusprechen. Damit macht man sich in gewissen Kreisen natürlich nicht immer beliebt. Solche Leute wie Peter bringen eine Organisation aber weiter“, so der Heppenser Ortsvereinsvorsitzende.

Die „Solidarität“

Neben Peters sozialdemokratischen Leistungen in der Vergangenheit hat dem Ortsvereinsvorstand seine große Solidarität gegenüber dem Ortsverein Heppens im Zusammenhang mit der sogenannten Chat- Affäre gezeigt.  

Im Rahmen dieser Chat-Affäre wurde durch ein Mitglied oder auch durch mehreren SPD-Mitgliedern eine    Pressekampagne gegenüber Volker Block entfacht, die sich über die Medien der gesamten Ostfriesischen Halbinsel erstreckte. In diesem Zusammenhang forderte der Wilhelmshavener SPD-Kreisvorstand den Rücktritt des Ortsvereinsvorsitzenden und versuchte gezielt, den Ortsverein Heppens gegenüber seinem Vorsitzenden aufzuwiegeln.  Das ist dann letztendlich nicht gelungen. Der Ortsverein Heppens stand zu seinem Vorsitzenden, und der Genosse und Rechtsanwalt Peter Debring stellten sich solidarisch hinter Volker Block.  

Peter Debring hätte das nicht tun müssen. Er ist weder Mitglied in Heppens noch dem Ortsverein in besonderer Form verbunden. Er half, weil er Sozialdemokrat ist und solidarisch handelt. Solidarität bedeutet wechselseitige Verbundenheit, Zusammengehörigkeit und Hilfe. Sie ist die Bereitschaft der Menschen, füreinander einzustehen und sich gegenseitig zu helfen.

Diese und viele andere Punkte haben den Ortsvereinsvorstand bewogen, Peter Debring für seine Leistungen und Verdienste für die Sozialdemokratie mit der Willy-Brandt Medaille auszuzeichnen.

Der Ortsverein Heppens freut sich auf einem würdigen Preisträger. Die Medaille wird voraussichtlich im April auf einer Mitgliederversammlung verliehen.