Solidaritätsadresse der AfA Weser-Ems: Schiffbaustandort Emden muss erhalten werden!

Veröffentlicht am 29.09.2009 in Aus den Arbeitsgemeinschaften
 

Die Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen der SPD in der Region Weser-Ems hat mit Bestürzung und Entsetzen hat die Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA) der SPD Weser-Ems zur Kenntnis genommen, dass die TKMS plant, den Bereich Schiffsneubau in Emden zu schließen.

In Zukunft sollen die Nordseewerke Komponenten für Windenergieanlagen statt Schiffe bauen.

Gemeinsam mit vielen Menschen der Region befürchten wir, dass Hunderte von Arbeitsplätzen zur Disposition gestellt werden, die Zulieferbetriebe eingeschlossen. Diese Entwicklung würde nicht nur das technische Knowhow in einem zukunftsträchtigen Bereich unwiederbringlich verloren gehen lassen, sondern auch eine ganze Region würde um einen innovativen und hocheffizienten Industriezweig gebracht werden.

Der Werftstandort Emden ohne Kräne und Schiffsneubauten, undenkbar für die gesamte Region!!

Wir fordern alle Menschen in der Region auf, sich an den Protesten gegen diese Entwicklung zu beteiligen!

Wir fordern die Vertreter der Stadt Emden, der Landesregierung und der Bundesregierung auf, sich gegen das „Aus“ für den Schiffbau im Emden auszusprechen. Insbesondere die Landes- und Bundesregierung fordern wir auf

die Initiative zu ergreifen und den Thyssen Krupp Konzern zu einer Korrektur seiner unternehmerischen Entscheidung dahingehend zu beeinflussen, dass der durch den Deutschen Bundestag vertraglich beschlossene Anteil des Marineschiffbaus in Emden nicht angetastet wird; der hohe Standard des technologischen Wissens durch Erhalt des Werftenstandortes Emden erhalten bleibt;
dem Familienunternehmen SIAG Schaaf Industrie AG alle Unterstützung, auch finanzieller Art, zuteil wird. Ziel muss es sein, den Nordseewerken ein zweites Standbein dauerhaft zu sichern;
den Arbeitnehmern den in der Vergangenheit durch Lohnverzicht erworbenen Anteil am Betriebsvermögen zu sichern
Der Schiffbau in Emden darf nicht sterben!

 

Ortsverein