Modellregion bedeutet unnötiges Risiko für unsere Stadt

Veröffentlicht am 05.04.2021 in Kommunalpolitik
 

Einige Prozente der heimischen Wirtschaft meinen von einer Modellregion zu profitieren, aber die gesamte Wilhelmshavener Bevölkerung dient dafür als Versuchsballon.

Dies steht in keinem Verhältnis zueinander.

Wir Heppenser Sozialdemokraten haben großes Verständnis für die Sorgen und Nöte des Einzelhandels oder zum Beispiel der Gastronomie.

„Aber die Gesundheit der Wilhelmshavener Bevölkerung steht im Fokus unserer verantwortungsvollen Politik, deshalb lehnen wir die Modellregion ab“ so der Ortsvereinsvorsitzende Volker Block.

Aktuell droht uns aufgrund der steigenden Infektionszahlen eher ein noch verschärfter Lockdown als eine kurzfristige Öffnungsperspektive. Zusätzlich führt der Aufwand durch die notwendigen Testungen und Kontrolle der Einhaltung der Abstands- und Hygieneregelungen zu keinen positiven Effekten.

Für die Unternehmen, die sich an einer Modellregion beteiligen, ist kein kostendeckender Umsatz zu erwarten. Genauso wird es zu keinen Einnahmen für die Wilhelmshavener Stadtkasse durch zusätzliche Gewerbesteuer kommen.

Dem gegenüber steht auf der Zielgeraden einer kompletten Impfung der Bevölkerung ein unnötiges Risiko durch mögliche, steigende Infektionszahlen aufgrund erhöhter Ansteckungsgefahr.

Durch die erhöhte Ansteckungsgefahr wäre dann der wesentlich größere Teil der Wilhelmshavener Wirtschaft von betroffen, die von einer Modellregion sowieso keinerlei Nutzen gehabt hätten.

Die Forderung an die Bundes- und Landesregierung muss sein, die Hilfen für die durch die Pandemie leidenden Geschäfte schneller auszuzahlen sowie auch die Höhe der Hilfszahlungen zu überprüfen.

Zusätzlich müssen Forderungen an die Unternehmen, die eigene Belegschaft kostenlos zu testen, durch eine Übernahme der Sach- und dadurch entstehenden Personalkosten durch den Bund gedeckt werden.

 

Ortsverein